Wir feierten 10-jähriges Bestehen


Solidarität, Herz, Menschsein

Ganz im Sinne des Mottos der ehemaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel – „Wir schaffen das!“ – hat die Flüchtlingsinitiative Marienmünster in den vergangenen zehn Jahren eindrucksvoll gezeigt, dass wir es wirklich schaffen können – mit Herz, Engagement und echter Gemeinschaft.

Die Gründungsmitglieder Nathalie Potthast und Leonie Thauern erinnerten in ihren bewegenden Reden an viele besondere Momente aus dieser Zeit. Sie erzählten Geschichten voller Menschlichkeit, Mitgefühl und Hoffnung – Geschichten, die zeigen, wie Integration gelingt, wenn Menschen aufeinander zugehen und gemeinsam anpacken.

Eine tragende Säule dieser Initiative ist Ludger Spiegelberg. Seit Januar 2016 ist er mit unermüdlichem Einsatz als Sozialarbeiter- Hausmeister für die Stadt Marienmünster tätig. Für die Stadtverwaltung, die Ehrenamtlichen und vor allem für die Geflüchteten ist er die helfende Hand, das offene Ohr und der ruhende Pol. Mit Herz und Verstand findet er Wege, wo andere Probleme sehen. Er steht sinnbildlich für die Haltung, die die Initiative prägt: nah am Menschen, lösungsorientiert und zutiefst menschlich.

Die Ehrenamtlichen der Flüchtlingsinitiative haben in den letzten zehn Jahren Großartiges geleistet. Ihre Arbeit war und ist geprägt von Herzenswärme und Tatkraft. Sie organisierten Besuche im Zirkus, in Museen und Zoos, begleiteten Schulwege und Arztbesuche, machten Ausflüge zur Wewelsburg, veranstalteten Sternwanderungen und Spielenachmittage. Sie boten Lern- und Sprachkurse, Näh- und Malkurse an – und noch wichtiger: Sie schenkten Zeit, offene Ohren, gute Worte und echte Freundschaft. Diese gelebte Nächstenliebe hat Marienmünster menschlich reicher gemacht.

Auch Bürgermeister Josef Suermann fand in seiner Ansprache berührende Worte des Dankes. Er hob hervor, dass die Initiative in all den Jahren über 400 Menschen begleitet hat – Menschen, die in Marienmünster eine neue Heimat, Hoffnung und Zugehörigkeit fanden. Besonders das Begegnungs-Café, das sich zu einem lebendigen Treffpunkt für viele entwickelt hat, sei ein Symbol dieser Herzlichkeit und Verbundenheit.

Ein besonderer Dank galt auch der katholischen Kirche, vertreten durch Pastor Markus Falke-Böhne. Seit vielen Jahren unterstützt er die Initiative – als Gastgeber der Räumlichkeiten des Begegnungs-Cafés, aber auch als verlässlicher Partner mit offenem Herzen. Sein Dank galt allen, die durch ihr Engagement zeigen, dass Respekt, Mitgefühl und Menschlichkeit keine Floskeln, sondern gelebte Werte sind.

So wurde aus dem Motto „Wir schaffen das“ in Marienmünster eine Herzenshaltung: „Wir schaffen es – gemeinsam.“