Marienmünster (JW). Wenn Menschen aus fernen Ländern nach Deutschland kommen, um sich hier eine neue Existenz aufzubauen, braucht es Mut, Entschlossenheit und vor allem verlässliche Partner an ihrer Seite.
Wie eine solche Integration in der Praxis gelingen kann, zeigt sich derzeit eindrucksvoll in der Pflegeeinrichtung Albert-Schweitzer-Haus, die als eine von 38 Einrichtungen zum Träger Ev. Johanneswerk gGmbH Bielefeld gehört.
Ein zentraler Erfolgsfaktor ist das Zusammenspiel vor Ort: Das Ehepaar Michael und Gabi Nolte stellte eine vollausgestattete Wohnung für neue Mitarbeitende zur Verfügung und begleitete den Einzug herzlich. Seit Jahresbeginn leben dort Eki (Indonesien) und Annmariya (Indien), die ihren Bundesfreiwilligendienst in der Einrichtung leisten.
Auch Bürgermeister Kai Schöttler unterstützte die behördlichen Prozesse unkompliziert und pragmatisch. „In Marienmünster halten wir zusammen – das zeigt dieses Projekt eindrucksvoll. Dass die Integration so reibungslos gelingt, verdanken wir dem großartigen Zusammenspiel aus Verwaltung, engagierten Bürgern, der Flüchtlingsinitiative und einem starken Träger. Darauf können wir als Stadt stolz sein.“
Zusätzliche Entlastung brachte die lokale Flüchtlingsinitiative: Anne Loke stand dem Team verlässlich zur Seite – wovon neben den Bundesfreiwilligendienstleistenden auch Rajob aus Bangladesch profitierte, der erfolgreich seine einjährige Ausbildung zur Pflegefachassistenz absolviert.
Auch innerhalb der Pflegeeinrichtung griff ein Rad ins andere. Um das Miteinander von Beginn an zu stärken und eine Basis für eine gelingende Zusammenarbeit zu schaffen, sorgten interkulturelle Workshops der Dozentin Silke von Hoffmann für ein starkes Miteinander im Team. Einen maßgeblichen Anteil an der reibungslosen Eingewöhnung hat zudem Onboarding-Mitarbeiterin Izabela Zdrowak, die sich mit viel Einführungsvermögen um die neuen Kolleginnen und Kollegen gekümmert hat.
Das Projekt in Marienmünster macht deutlich: Wenn Wohnungsmarkt, Ehrenamt, Stadtverwaltung und Träger Hand in Hand arbeiten, wird Integration zu einer echten Erfolgsgeschichte für alle Beteiligten.



